Göttingen bekommt E-Scooter
Für die „Elektrifizierung Göttingens“: „Yoio“ heißt das neue E-Scooter-Angebot von YourCar und Stadtwerke.

Göttingen bekommt E-Scooter

Der Car-Sharing-Anbieter YourCar und die Stadtwerke Göttingen wollen ab Anfang Januar E-Roller zum Mieten in Göttingen anbieten. Sie sprechen von der „Elektrifizierung Göttingens“ durch 100 E-Scooter, die dann auf den Straßen für Nutzer zur Verfügung stehen. Umweltfreundlich soll das Konzept sein.

Der Start für das E-Scooter-Angebot „Yoio“ ist „ab Anfang Januar“ geplant. Auf ein ganz genaues Datum will sich Boris Hillmann, Geschäftsführer von Your Car, nicht festlegen. Denn noch gibt es hinter den Kulissen einiges zu tun. So würden die Roller erst Ende dieser Woche geliefert. Auch die App für Mobiltelefone sei noch in der Entwicklung, werde aber, „allerspätestens mit Verleihstart“ in den Download-Bereichen von Google und Apple zur Verfügung stehen.

Um das Angebot von Yoio nutzen zu können, sind Smartphone und App unbedingte Voraussetzung. Damit lassen sich die Roller für die Fahrten freischalten. Die Miete für Roller und Fahrtzeit soll zunächst über eine Überweisung durch das in der App hinterlegte Bankkonto des Nutzers abgebucht werden. Die Bezahlung per Kreditkarte folge später, so Hillmann.

Für Yoio sind YourCar, die seit vier Jahren in Göttingen Car Sharing mit Erdgasfahrzeugen anbietet, und die Stadtwerke Göttingen eine weitere Kooperation eingegangen. Über die Höhe ihrer Investitionen für die E-Roller machen sie keine Angaben.

Die beiden Partnerunternehmen wollen nach eigenem Bekunden mit den E-Scootern „die Sharing-Mobilität“ in Göttingen ausbauen „Gemeinsam wollen wir die Stadt Göttingen mit unserem GöStrom mobil elektrifizieren. GöStrom ist Ökostrom aus 100 Prozent Wasserkraft“, erklärt Claudia Weitemeyer, Pressesprecherin der Stadtwerke. Er verursache so keine zusätzlichen CO2-Emissionen, Nutzer führen also „klimaneutral“.

Hillmann verweist darauf, dass die neuen E-Scooter „mit der besten verfügbaren Technologie in Bezug auf Langlebigkeit, Reichweite und Robustheit“ ausgestattet seien. Die Roller seien „speziell für das Sharing“ konstruiert, sagt Hillmann. So gebe es etwa wie bei herkömmlichen Rollern für den privaten Gebrauch kein für Schäden anfälliges Gelenk, mit dem sich der Rollen zusammenklappen lässt. Die in die Kritik geratene kurze Lebensdauer der Akkus bei Rollern anderer Anbietern von drei bis maximal sechs Monaten soll bei den Yoio-Rollern bei ein bis zwei Jahren liegen, sagt Hillmann. Eine Akkuladung reiche für bis zu 65 Kilometer.

Anfangs müssen die E-Roller zum Aufladen regelmäßig eingesammelt werden. Dafür sei in Erdgas-Transporter im Einsatz, hier verzichteten die Kooperationspartner „bewusst auf Diesel“. Die nächste Scooter-Generation werde dann austauschbare Batterieeinheiten tragen, sodass die Logistik für das Laden der Akkus deutlich einfacher funktionieren soll..Göttingen werde nicht von „abertausenden von E-Scootern überflutet“, erklärt Hillmann. Der Start von Yoio erfolge mit 100 Fahrzeugen. Die Option, die Zahl zu erhöhen, sei aber gegeben.

Authored by: Blick Redaktion