In Göttingen wird das erste Jugendparlament gewählt
Wer kandidiert für das erste Göttinger Jugendparlament? Im März soll gewählt werden (Symbolbild).

In Göttingen wird das erste Jugendparlament gewählt

Die Weichen sind gestellt: Zum ersten Mal wird in Göttingen ein Jugendparlament gewählt. Es soll die Interessen der Jugendlichen wahrnehmen – auch gegenüber dem Rat der Stadt. Im März soll das erste JuPa gewählt werden. Schon jetzt können sich Kandidaten melden.

Die Geburt des neuen Gremiums war eine schwere: Nach langer Debatte im Vorfeld hatte der Rat vor gut einem Jahr die Wahl eines Jugendparlamentes beschlossen. Mitarbeiter der Stadtverwaltung hatten darauf eine Satzung und Wahlordnung erarbeitet. Die im vergangenen Herbst geplante Wahl aber musste verschoben werden. Die Schulen, in denen gewählt werden soll, forderten mehr Vorbereitungszeit. Jetzt ist alles geklärt.

Gewählt wird in der Zeit vom 11. bis 18. März. Erstmals zusammenkommen wird das JuPa voraussichtlich im Mai.

Wahlberechtigt und wählbar sind alle 13- bis 17 Jährigen, die in Göttingen wohnen und/oder eine weiterführende Schule in Göttingen besuchen oder in hier eine Ausbildung absolvieren. Damit dürfen auch Jugendliche aus dem Umland wählen, wenn sie in Göttingen zur Schule gehen. Jugendliche unter 13 Jahren können ebenfalls wählen (aber nicht gewählt werden). Sie müssen dafür aber ausdrücklich ihr Interesse bekunden.

Das Parlament wird aus 31 Mitgliedern bestehen. Es kann zudem projektbezogene Arbeitsgruppen mit weiteren Mitgliedern wählen. Die Amtszeit beträgt zwei Jahre. Dann wird neu gewählt.

Welche Rechte hat das JuPa? Es hat gegenüber dem Rat der Stadt, seinen Ausschüssen (mit einer Ausnahme) und der Stadtverwaltung das Recht auf Information, Anhörung und Antragstellung.

Wo wird gewählt? An erster Stelle in den weiterführenden Schulen einschließlich der Berufsschulen. 16 Schulen beteiligen sich an dem Verfahren und organisieren auch die Wahl in ihren Räumen. Jugendliche, die keine weiterführende Schule oder die Neue IGS, Voigtschule, Heinrich-Böll-Schule sowie Heinrich-Heine-Schule besuchen, können ihre Stimme beim Referat Statistik und Wahlen der Stadt, Gothaer Platz 3, abgeben.

Wie wird gewählt? Ausschließlich an PCs über ein Online-Verfahren. Zur Stimmabgabe bekommt jeder Schüler einen Code. Dabei muss ein gültiger Schülerausweis vorgelegt werden. Zur Wahl im Referat Wahlen sind weitere Unterlagen erforderlich. Infos dazu gibt es online auf wahlen.goettingen.de.

Wahlvorschläge können ab sofort bis zum 7. Februar von Wahlberechtigten für sich selbst bei der Wahlleitung im Referat Statistik und Wahlen der Stadt eingereicht werden.

„Wir suchen 13- bis 17-Jährige als Kandidat, die Lust darauf haben, ihre Ideen einzubringen und gemeinsam mit anderen Jugendlichen etwas zu bewegen“, fordert Kerstin Jäger-Hartmann zur Teilnahme auf. Sie leitet die extra eingerichtete Geschäftsstelle des Jugendparlaments und wird es auch weiterhin unterstützen.

Mit dem Jugendparlament erhalten Jugendliche in Göttingen erstmals die Möglichkeit, selbst ihre Interessen zu vertreten, erklärte Dominik Kimyon, Sprecher der Stadtverwaltung. Sie könnten so gemeinsam mit anderen Jugendlichen etwas bewegen und verändern, ohne in einer Partei sein zu müssen. Zugleich soll das JuPa als Schnittstelle zwischen Jugendlichen und der Politik wirken.

Dafür erhalten die Mitglieder unter anderem Rede- und Antragsrecht in den Fachausschüssen des Rates – allerdings nicht im Schulausschuss. Grundsätzlich ist das JuPa in seinem Wirken laut Satzung unabhängig, überparteilich und frei in der Wahl seiner Themen. us

Wer Fragen hat, bei der Vorbereitungen helfen möchte oder sein Interesse als Kandidat bekunden möchte, kann sich bei der JuPa-Geschäftsstelle melden: Gothaer Platz 3, Telefon 05 51 / 400-36 68, oder per Mail an jugendparlament @goettingen.de.

Authored by: Blick Redaktion