Vier Stellplätze für Bovenden
Urlaub mit dem Wohnmobil liegt im Trend.

Vier Stellplätze für Bovenden

Jetzt bekommt Bovenden den schon lange gewünschten Wohnmobilstellplatz. Bereits Anfang 2014 hatte sich der Rat des Flecken Bovenden mit diesem Projekt beschäftigt. Damals war von einer Stärkung der touristischen Entwicklung die Rede und von Kosten in Höhe von maximal 46000 Euro zur Einrichtung der Fläche am Anger im Altdorf Bovenden. Am Standort hat sich nichts verändert, wohl aber an den Kosten. Die sind auf knapp 110000 Euro gestiegen. Das war auch der Grund, weshalb die oppositionelle Gruppe aus FDP und Freien Wählern das Projekt beziehungsweise die jetzt zu treffende Regelung über die Benutzungsentgelte in der jüngsten Sitzung des Rates abgelehnt hat. Es gab es acht Nein-Stimmen, die Mehrheit stimmte aber für das Projekt, die Inbetriebnahme kann erfolgen.

„Wir äußern uns weiterhin kritisch zum Standort“, sagte Ratsherr Jan Risting (FDP). „Was wir dort sehen, ist der größte Schottergarten in Bovenden“, rügte er die Herrichtung der Anlage. Zudem sei es verfrüht, bereits zur Eröffnung des Stellplatzes einen Platzwart einzustellen. Einen solchen soll es nämlich geben, wenngleich lediglich vier Wohnmobilstellplätze zur Verfügung stehen. Ja, Mehrkosten seien entstanden für einen nach hinten verlängerten Festplatz, bilanzierte Ratsherr Harm Adam (CDU). „Aber so, wie ich es wahrgenommen habe, sind die Bürger begeistert“, fügte er an. Adam geht davon aus, dass der Stellplatz gut angenommen wird.

Für Ratsherr Reinhard Bodenburg (FWG) ist nicht ganz klar, was der Platzwart eigentlich machen soll. Eine automatische Schließanlage sei völlig ausreichend und würde Geld sparen. Das sieht Ratsherr Thorsten Heinze (SPD) anders. Für ein kleines Geld sei mit einem Platzwart die Möglichkeit gegeben, die Attraktivität des Standortes zu erhöhen. „Wir sollten dem Platz die Chance geben, sich zu bewähren“, so der Sozialdemokrat. Bürgermeister Thomas Brandes (SPD) sieht das ähnlich. „Wenn ich im Urlaub bin, möchte ich nicht durch eine automatische Schließanlage gehen“, sagte er. Lieber sei ihm eine freundliche Begrüßung durch einen Menschen. Brandes verwies auf eine touristische Studie, wonach Wohnmobil-Reisende im Durchschnitt 49 Euro pro Person und Tag an einem Ort ausgeben. „Meist reisen sie zu zweit“, fügte er hinzu. In Betrieb genommen werden soll der Stellplatz zum 1. März 2020.

Authored by: Blick Redaktion