Holiday Inn Express öffnet bald
Ein Zimmer im Holiday Inn Express kurz vor der geplanten Eröffnung.

Holiday Inn Express öffnet bald

Bauarbeiter haben in den vergangenen Monaten einen Hotelbau an der Carl-Zeiss-Straße hochgezogen. Am 31. Januar soll das „Holiday Inn Express“ starten – so jedenfalls lautet der Plan. An der Stirnseite in Richtung Groner Landstraße prangt schon die große Leuchtreklame: „Holiday Inn Express“ steht dort zu lesen. Am Windfang in der Carl-Zeiss-Straße leuchtet auch schon der Namenszug. Doch der Vordereingang ist noch geschlossen. Ins Innere des neuen Hotels kommt man derzeit noch durch den bewachten Hintereingang. Und hier wird noch eifrig gearbeitet.

Handwerker schrauben an Wandpaneelen, Kabel hängen noch aus der Deckenverkleidung. Der sogenannte Front-Desk, der Empfang im Foyer also, kann noch nicht genutzt werden. Unmittelbar daneben ist die Bar aber schon als solche zu erkennen. Der Frühstücksraum schließt sich an. In gut zwei Wochen soll das Haus eröffnet werden, sagt Hotel-Chefin Sonja Zerbe, „bislang sind wir voll im Zeitplan“.

Strategisch günstig liegt das komplett neu gebaute Hotel in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof, zur Lokhalle mit ihren Kulturveranstaltungen und vor allem auch zur Innenstadt. Alles ist zu Fuß zu erreichen. Für Reisende werden 144 Zimmer bereitstehen. Die meisten sind etwa 19 Quadratmeter groß, einige auch 25 Quadratmeter. Dies sind die Gegenstücke zu den beiden barrierefreien Räumen in der zweiten und der dritten Etage des vierstöckigen Baus.

Hier ist die Klinke an der verbreiterten Eingangstür tiefer angebracht. Auch die Tür zum Badezimmer ist breiter. Anstelle einer Dusche ist für den Hotelgast mit Handicap eine steinerne Bank vorgesehen, auf die er sich zum Duschen setzen kann. Alles in diesem Zimmer ist bequem mit den Rollstühlen zu befahren. An einigen Stellen kann der Gast Alarm auslösen. Eine Leuchte warnt Gehörlose bei Alarm, ein Rüttelkissen im Bett Blinde. Zum Nachbarzimmer gibt es eine Durchgangstür.

Die anderen Zimmer entsprechen den Dehoga-Vorgaben eines Drei-Sterne-Hauses, die sich vor allem auf Hardware beziehen, sagt Zerbe. TV mit Apple-TV, Föhn und Telefon seien vorhanden. Auch eine Klimaanlage sei eingebaut, sogar in den Büros, berichtet Zerbe sehr erfreut. Die Zentrale der Hotelkette hat ihren Sitz in Atlanta/USA. Von hier kommen US-amerikanische Standards – jedes Zimmer verfügt über ein Bügeleisen, ein Bügelbrett und einen Wasserkocher. Vor allem Businesskunden sollen angesprochen werden.

Dementsprechend sind in den Zimmern Steckdosen mit USB-Anschluss verbaut – wie auch im Barbereich. Gäste sollen hier wie auch in den Zimmern ihre elektronischen Geräte umstandslos aufladen können.
Einen Restaurantbetrieb werde es nicht geben, erklärt Zerbe. Das lohne sich nicht. Zudem gebe es kaum Servicepersonal, und „Köche finden Sie gar nicht“. Lediglich Pizzasnacks werden in der Bar, die rund um die Uhr geöffnet ist, für hungrige Gäste im Ofen zubereitet. Dafür allerdings lenkt die Hotelchefin das Augenmerk auf eine Besonderheit. „Das Frühstück wird an die Gäste verschenkt.“ Die können es im Sommer auch an der frischen Luft einnehmen. Zumindest einige Tische sollen dann an der Carl-Zeiss-Straße stehen.

Eingedeckt wird im „Holiday Inn Express“ allerdings nicht. Das produziere weniger Müll und weniger schmutziges Geschirr, erläutert Zerbe. Hotelgäste bedienen sich an einem Buffet, das alles anbieten soll, was zu einem Frühstück gehört: Käse, Schinken, Wurst, Marmelade und Kocheier. Speisen, die darüber hinaus zubereitet werden müssten wie Rührei und Bacon, stünden nicht auf dem Plan.

74 Euro kostet ein Zimmer – wenn das Hotel nur spärlich besucht ist. In Messezeiten könne das schon auf etwa 150 Euro steigen, verrät Zerbe. Üblich sei diese Preisgestaltung bei Hotelketten. Über 24 Parkplätze verfügt das Haus – und über einen Fahrradabstellraum.
Ein laut Zerbe „bunt gemischtes Team aus vielen verschiedenen Ländern“ arbeite bereits daran, das Hotel auf Vordermann zu bringen. „Es wächst zusammen“, sagt die Chefin.

Authored by: Blick Redaktion