Familientag auf der Erlebnismesse
Eine Erlebnismesse zum Anfassen: Auf der Lokolino gibt es für alle Altersstufen etwas zu entdecken, zum Beispiel Kumquat-Handpuppen.

Familientag auf der Erlebnismesse

kolino-Zeit in der Lokhalle Göttingen: Zum achten Mal konnten Besucher am Wochenende auf die Erlebnismesse für Familie, Baby und Kind kommen. Auf knapp 10 000 Quadratmetern gab es für Kinder und Erwachsene gleichermaßen viel zu entdecken.

11500 Besucher zählte Projektleiterin Anke Glitsch am Ende der beiden Tage. Im Vorjahr waren es noch 12800. Mit der Zahl seien dennoch alle Beteiligten glücklich, sagt Glitsch – 2019 hatte schließlich einen Rekordwert geliefert.

Die Messe wurde in einen Ausstellerbereich mit 120 Ausstellern und einen Erlebnisbereich eingeteilt. Darin konnten die Besucher sich auf die Suche nach Schulranzen, Spielzeug, Stilldecken und vielem mehr machen – viele wurden fündig. Auf einer Aktionsbühne zeigten Theater- und Tanzgruppen sowie andere Vereine ihr Können. Im Erlebnisbereich warteten Kletter- und Ballspiele, Essensstände und Lotterien vor allem auf die jungen Besucher.

Die Lokolino solle allen Besuchern etwas bieten, sagt Glitsch. Daher habe es auf der Messe in diesem Jahr ein besonders vielseitiges Angebot gegeben: Mitmachaktionen für Kinder, Informationsstände für Eltern, einen abgetrennten Bereich zum Stillen, Autos und technisches Spielzeug und vieles mehr. „Wir haben versucht, an jeden zu denken“, sagt Glitsch.

Auch mit Neuerungen wartete die Erlebnismesse auf: Anstelle eines Lesezeltes bauten die Helfer – das gesamte Lokhallen-Veranstaltungsteam sei am Auf- und Abbau sowie der Organisation der Lokolino beteiligt gewesen, sagt Glitsch – eine „Aktions- und Mitmachlounge“ auf, in der Vorlesungen für Kinder und Erste-Hilfe-Kurse für Eltern angeboten wurden. In der Erlebniszone gab es erstmals eine Riesenrutsche. Nicht nur sie, sondern auch ein Parcours für Bobbycars, ein Kletterpark, Laser-Spiele und Entenangeln seien bei den Kindern gut angekommen, sagt Daria Panczak, die für die Organisation des Erlebnisbereichs zuständig war.

Das Ziel der Veranstalter, allen Besuchern etwas zu bieten, ging offenbar auf. Familie Bathke besuchte die Lokolino am Sonnabend wegen der Schulranzen – auch, wenn nur eines von drei Kindern einen neuen brauche, sagt Vater Dirk. Seine Kinder hätten Spaß, erzählte Bathke – vor allem an den Mitmachaktionen. „Und wenn es den Kindern gefällt, macht es uns auch Spaß“, sage Bathke.

Besonderer Beliebtheit bei den Besuchern erfreute sich unter anderem der Schulranzenverkauf. Katja Scholz war mit ihrer 6-jährigen Tochter Tilda und ihrer Mutter Bärbel Müller auf der Messe. Seit der Geburt ihrer Tochter sei sie jedes Jahr auf der Lokolino, sagte Scholz. In diesem Jahr seien sie vor allem wegen eines Schulranzens gekommen. Großmutter Bärbel sei als Entscheidungshelferin mitgekommen. Zuvor habe jedoch kein Weg um den Schminkstand herumgeführt, sagt Scholz – ihre Tochter hatte sich als Schmetterling schminken lassen.

Digitale Spielzeuge oder ähnliches suchten die Besucher auf der Lokolino weitgehend vergebens – eine bewusste Entscheidung der Veranstalter. „Wir wollen den Menschen einen richtigen Familientag anbieten, an dem Kinder und Eltern Dinge gemeinsam erleben“, sagt Glitsch – und der Andrang an den Mitmachstationen gebe dem Konzept Recht.

Authored by: Blick Redaktion