Umbau der Kaufland-Filiale im Groner Gewerbegebiet verzögert sich
Der Umbau der Kaufland-Filiale am Elliehäuser Weg bei laufendem Betrieb soll in der zweiten Jahreshälfte 2020 starten.

Umbau der Kaufland-Filiale im Groner Gewerbegebiet verzögert sich

Der Umbau der Kaufland-Filiale im Groner Gewerbegebiet verzögert sich. Eigentlich sollte die Modernisierung schon Anfang des Jahres beginnen, der Bauantrag hängt aber noch in der Pipeline. „Aktuell bereiten wir nach Anpassungen der Flächenaufteilung einen neuen Bauantrag für die Umbaumaßnahmen in Göttingen-Weststadt vor“, sagt Unternehmenssprecherin Anna Münzing. Mit Beginn der Arbeiten rechnet sie in der zweiten Jahreshälfte 2020. Der Baustart hänge von der Bearbeitungsdauer des Bauantrages ab.

Für die Nahversorgung der Weststadt und der Dörfer im Norden Göttingens ist der Peripherie-Standort am Elliehäuser Weg von zentraler Bedeutung. Zum Einkaufsmarkt gehören eine Tankstelle, Imbissstände, Fotoautomat und Leergutannahme, Friseur, Bäcker, Tabak- und Zeitschriftenladen mit Lotto-Annahme, ein Schnäppchenmarkt und ein Möbelladen als Untermieter.

Gerüchte, die Filiale werde geschlossen oder wolle in den Kaufpark umziehen, hatten in der Vergangenheit für Irritationen gesorgt. Die Kaufland-Stiftung ist seit Januar 2019 auch Eigentümerin der in den 1980er-Jahren errichteten Immobilie, in der sie seit Januar 2000 vertreten ist. 2018 hatte das Unternehmen bestätigt, dass die Filiale mit 5500 Quadratmetern Fläche für einen einstelligen Millionenbetrag modernisiert werden solle.

Die Umbauarbeiten sollen bei laufendem Betrieb durchgeführt werden, teilt Münzing mit: „Hausleiter Sven Erbach und seine Mitarbeiter werden durchgehend für unsere Kunden da sein.“ Sowohl Teile der Ladeneinrichtung als auch die Technik sollen erneuert, besonderes Augenmerk auf klimaschonende Energieeinsparung gelegt werden. Als Beispiele nennt Münzing energieeffiziente Kühlmöbel und LED-Beleuchtung.

Die Modernisierung folgt einem neuen Filialkonzept, das bereits in Bälde im Kaufland Northeim umgesetzt werden soll. Im dortigen Markt mit derzeit mehr als 50 Mitarbeitern sollen „in diesen Tagen“ die ersten Vorbereitungsarbeiten beginnen, so Münzing.

Ursprünglich sei ein Neubau geplant gewesen. Die jetzt gewählte Lösung ermögliche es auch hier, alle Mitarbeiter weiter durchgehend zu beschäftigen, sagt Hans-Georg Baltz, Kaufland-Geschäftsführer Vertrieb: „Dieses Argument war mit ausschlaggebend für die aktuelle Entscheidung.“

Den Kunden verspricht Baltz „ein völlig neues Einkaufserlebnis“ von der Beleuchtung über elektronische Preisauszeichnung bis zur Leergutannahme, offen und barrierefrei: „Ein frisches Erscheinungsbild, niedrigere Regale und eine übersichtliche Anordnung schaffen eine angenehme Einkaufsatmosphäre.“ Das aktuelle Filialkonzept sehe im Verkaufsraum moderne Farben in Kombination mit hellem Holz vor, ergänzt Münzing. Die Baugenehmigung für Northeim werde kurzfristig erwartet. Die Arbeiten würden voraussichtlich nach Ostern starten und sich bis Ende Oktober hinziehen.

Die viel frequentierte Niederlassung der Lebensmittel- und Einzelhandelskette auf dem einstigen Lünemann-Areal an der Kurze-Geismar-Straße in Göttingen gehört zu den wenigen Kaufland-Filialen in Innenstadt-Lage statt auf der grünen Wiese. Dort wurde die Modernisierung bereits 2017 abgeschlossen. Endgültig vom Tisch ist das Kaufland-Bauvorhaben an der Schöneberger Straße in Duderstadt. Das 12 000 Quadratmeter große Grundstück sei an Lidl übertragen worden, bestätigt Münzing.

Wie Kaufland auch gehört der Discounter zur Schwarz-Gruppe. „Aufgrund interner Erwägungen haben wir uns dazu entschlossen, das Vorhaben nicht durchzuführen“, sagt Münzing. Das betreffe aber nur die Schöneberger Straße. Der Standort Duderstadt sei für Kaufland weiterhin interessant.

Authored by: Blick Redaktion