Mit weniger Strahlung: UMG stellt neues 3D-Röntgengerät für Kinder vor
Neues 3D-Röntgengerät : Pauline ist zu ihrer Abschlussuntersuchung in die UMG gekommen.

Mit weniger Strahlung: UMG stellt neues 3D-Röntgengerät für Kinder vor

Die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) hat ihr neues 3D-Röntgengerät für Kinder vorgestellt. Gut 510 000 Euro wurden dafür fällig. Mehr als die Hälfte davon ist durch viele kleine Spenden zusammengekommen. Elf dieser Geräte sind in Deutschland im Einsatz, in Niedersachsen gibt es nur jenes der Universitätsmedizin Göttingen. „Hamburg hätte auch gerne eines“, sagt Dr. Anna Hell, Leiterin des Schwerpunktbereichs Kinderorthopädie der Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Plastische Chirurgie. In ihrer Abteilung helfen die Mitarbeiter vor allem Kindern mit schweren dreidimensionalen Verbiegungen der Wirbelsäule.

Teils bereits im Alter von zwei Jahren kommen die Kinder zur UMG und werden dann zweimal jährlich operiert, oft bis ins Alter von 14 oder 15 Jahren. Vor und nach jeder Operation müssen die kleinen Patienten geröngt werden. „Da kommen viele Bilder zusammen“, erklärt Hell. Das Krebsrisiko steige deutlich.

Hier sorgt das neue Gerät eines französischen Herstellers für Abhilfe. Mit deutlich weniger Strahlung als bei herkömmlichen Röntgenapparaturen nimmt das Gerät Bilder auf. Ein weiterer Vorteil: In einem einzigen Durchgang werden zwei Aufnahmen gemacht, eine frontal, eine weitere von der Seite. Die Patienten müssen lediglich acht bis 14 Sekunden ruhig stehen, erläutert Katrin Gebel, leitende medizinisch-technische Radiologieassistentin.

Authored by: Blick Redaktion