Musi-Kuss eröffnet eigenen Musiksaal
Beim ersten internen Probekonzert spricht der Musi-Kuss-Vorsitzende Joachim Friedrich

Musi-Kuss eröffnet eigenen Musiksaal

Der Verein Musi-Kuss wird 30 Jahre alt – und schenkt sich selber einen Saal. So formulieren es Vereinsgründerin Christine Büttner und der Vorstand um Joachim Friedrich und Beate Kühnhold . Viele Jahre habe der Verein nach einem Saal gesucht, erzählt Büttner, die die private Musikschule lange geleitet hat. Mehrmals seien sie dicht dran gewesen, 2018 habe es in Gelliehausen endlich geklappt. Dort konnte der Verein die ehemalige Gaststätte Salzmann /Aue, auch „Die Gleichen“ genannt, kaufen. „Es gab unglaublich viel zu tun“, so Büttner.

Das Haus sei doch recht verkommen gewesen. Unter anderem brauchte das Gebäude einen neuen Dachstuhl. In dem Haus wurden auch mehrere Wohneinheiten saniert. Sie helfen dem Verein Umbau und Unterhalt zu finanzieren.

Künftig soll der Raum vor allem für Klassenvorspiele genutzt werden. Viele Lehrer hätten in ihren Klassen 30 bis 40 Schüler, da kämen bei Konzerten der Schüler schnell um die 100 Besucher zusammen. „Das Schöne ist, dass wir das jetzt auch kurzfristig planen können“, erzählt die Musiklehrerin. Es sei unheimlich wichtig, dass die Kinder oft Gelegenheit haben aufzutreten, ergänzt sie. Die Situation sei für die Kinder ungewohnt und müsse geübt werden. Dafür sei der eigene Konzertraum ideal.

30 Jahre besteht die Musizierschule und sei eine stetig gewachsene, in Göttingen und Umgebung bekannte Institution mit 65 Lehrkräften und etwa 1800 Schülern, so der Vorstand. Im Jahr 1990 taten sich einige begeisterte Musiker aus dem Salonorchester „Göttinger Nostalgiker“ zusammen und gründeten den Verein. Das Lehren, Lernen und Ausüben von Musik wurde als Vereinszweck festgesetzt. Sechs Standorte der Schule sind entstanden: Drei im Stadtgebiet Göttingen und drei im Landkreis. Büttner freut sich auch über die überzeugenden Leistungen der Schüler: Am Wettbewerb „Jugend musiziert“ gab es 58 Teilnehmer . „29 davon waren von Musi-Kuss“, so Büttner. Im Dezember gab es im neuen Saal schon erste Probekonzerte, um zu gucken, ob er konzerttauglich ist.

Dabei stellte das Team fest, dass es in dem Raum etwas „überhallig“ ist, wenn er nicht so stark belegt ist. Eine Wand soll nun mit lauter kleinen Bildern bedeckt werden. „Dein Bild im Regenbogen“ haben sie ihre Aktion getauft.

Kinder und Erwachsen haben fleißig gemalt. Zehn mal zehn Zentimeter sind die Werke groß und haben jeweils bestimmte klare Hintergrundfarben. „Hunderte Nägel sind schon in der Wand“, so die Musiklehrerin.

Für das Jahr 2020 sind in Gelliehausen ein Jazzfrühschoppen mit der Kinder- und Jugend-Bigband und ein Konzert mit dem Salonorchester geplant. Um den 20 Juni herum soll es verschiedene Konzerte geben. Und dann soll auch der „nette Hof“ genutzt werden. „Da kann man schön draußen sitzen“, erklärt Büttner.

Authored by: Blick Redaktion