Innovationspreis 2020: Ideen und Visionen sind gefragt
Vorstellung des Innovationspreises 2020: Landrat Bernhard Reuter (sitzend, 3.v.r.) mit Organisatoren, Sponsoren und Unterstützern.

Innovationspreis 2020: Ideen und Visionen sind gefragt

Auftakt zum Innovationspreis des Landkreises Göttingen: Mit einer Pressekonferenz haben Landrat Bernhard Reuter (SPD), die Wirtschaftsförderung Region Göttingen (WRG), Vertreter der Sponsoren sowie des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz die 18. Auflage des Wettbewerbs eröffnet. Das Ministerium wertet in diesem Jahr den bisherigen „Sonderpreis Umwelt“ massiv auf – und schreibt ihn als „Klima-Innovationspreis Niedersachsen 2020“ landesweit aus. Allein dieser Preis ist nun mit 10 000 Euro dotiert.

„Der Innovationspreis hat seit seiner Premiere im Jahr 2003 eine erstaunliche Entwicklung hingelegt“, befand Reuter bei der Eröffnung der Pressekonferenz im Sparkassen-Forum an der Groner Landstraße. Seine heutige Bedeutung verdanke er einer Mischung aus Kontinuität, Wandel und Perspektive. „In diesem Jahr setzen wir einen weiteren Meilenstein bei der Profilierung und der Außenwirkung des Preises. Der bisherige ,Sonderpreis Umwelt’ bekommt als ,Klima-Innovationspreis des Landes Niedersachsen’ eine eigene, hervorgehobene Bedeutung“, stellte Reuter heraus.

Spiegel für den Wandel der Region Göttingen

Der Landrat hob Innovation auch als „ein Merkmal der Region“ hervor. Die Stärke ergebe sich aus der Mischung aus facettenreicher Wirtschaftsstruktur und leistungsstarker Wissenschafts- und Bildungslandschaft in geografisch günstiger Lage, so Reuter. Darauf aufmerksam zu machen, sei der Kern des Innovationspreises. Zugleich spiegele sich der Wandel der Region im Wettbewerb wider. Reuter: „Wir haben einen Geist der Zusammenarbeit entwickelt, den es zuvor nicht gab. Südniedersachsen ist eine Region im Aufbruch.“

Das drücke in diesem Jahr auch das Motto „Ideenreich – Visionen Raum geben“ aus. Die große Relevanz des Preises zeige sich auch dadurch, dass die Verleihung im Deutschen Theater Göttingen inzwischen zu den wichtigsten gesellschaftlichen Ereignissen des Jahres in der Region gehöre.
Die Vergabe des Preises wird durch die vier Sparkassen im Landkreis Göttingen finanziell gefördert. Reuter dankte den Vorstandsvorsitzenden Rainer Hald (Sparkasse Göttingen), Uwe Hacke (Sparkasse Duderstadt), Thomas Scheffler (Sparkasse Münden) und Thomas Toebe (Sparkasse Osterode am Harz) für die „treue Begleitung des Wettbewerbs“.

Die Förderung unterstreiche das gemeinsame Engagement der Sparkassen im Landkreis mit seinen vielen kleineren mittelständischen Unternehmen. Auch die EAM sei in diesem Jahr wieder als Sponsor dabei. „Durch unsere täglichen Kontakte zu Unternehmen und Menschen vor Ort wissen wir von den kreativen Potenzialen. Wir verstehen, wie wichtig es ist, diesen die Möglichkeit zur Entfaltung zu geben“, sagte Hans-Hinrich Schriever, Leiter Zentrale Aufgaben bei der EAM.

Insgesamt werden in diesem Jahr bei Innovationspreis des Landkreises Göttingen zwölf Preise verliehen, dotiert mit jeweils bis zu 3000 Euro. In drei Kategorien ( „Gründer/innen und Jungunternehmer/innen (bis zwei Jahre)“, „Unternehmen bis 20 Mitarbeiter/innen“, „Unternehmen über 20 Mitarbeiter/innen“) werden jeweils drei Preise durch eine unabhängige Fachjury vergeben.

Der jeweils erste Preisträger einer Kategorie bekommt zusätzlich eine von der Sparkasse Göttingen gestiftete Skulptur des Göttinger Künstlers Christian Jankowski. Neben den neun Hauptpreisen werden die Sonderpreise „Wissenschaft und Bildung“, „Integration und Soziales“ (beide gestiftet von der Sparkasse Göttingen) sowie „Messtechnik“ (gestiftet vom Verein „Measurement Valley“) ausgelobt.

Niedersächsische Allianz für Nachhaltigkeit

Dazu kommt nun der „Klima-Innovationspreis“ des Niedersächsischen Umweltministeriums, der allein mit 10 000 Euro dotiert und niedersachsenweit ausgeschrieben ist. Um die Umsetzung kümmert sich hier die Niedersächsische Allianz für Nachhaltigkeit (NAN).

„Mit dem Klima-Innovationspreis wollen wir Betriebe auszeichnen, die mit Ideen, Kreativität und unternehmerischer Gestaltungskraft eine Vorreiterrolle für mehr Klimaschutz einnehmen und zugleich zeigen, dass im Klimaschutz eine Chance für eine nachhaltige und zukunftsfähige Wirtschaft liegt“, ließ der Niedersächsische Umweltminister Olaf Lies (SPD) ausrichten. Damit werde der gestiegenen Bedeutung des bisherigen „Sonderpreises Umwelt“ Rechnung getragen. Der „Sonderpreis Umwelt“ war zuletzt mit 3000 Euro dotiert.

Daniel Farnung vom Umweltministerium betonte, dass sich Unternehmen auch für beide Innovationspreise bewerben können. „Für den Klima-Innovationspreis gibt es eine eigene Jury, die zeitlich vor der anderen Jury ihre Entscheidung treffen wird“, ergänzte Yannick Heringhaus, Geschäftsstellenleiter der NAN. Heringhaus lobte die bereits bestehenden professionellen Strukturen bei der WRG, auch im Hinblick auf die Preisverleihung. Für den Klima-Innovationspreis werde zusätzlich zum Preisgeld ebenfalls noch eine Skulptur entworfen, verriet er.

Wer sich um einen Innovationspreis bewirbt, profitiert auch von der erneuten Medienpartnerschaft mit dem Göttinger und Eichsfelder Tageblatt. Alle zum Wettbewerb zugelassenen Teilnehmer werden mit ihren Innovationen in den beiden Tageszeitungen vorgestellt. Die Bewerber bekommen dadurch die Möglichkeit, sich selbst und ihre Innovation in den Fokus zu rücken.

Authored by: Blick Redaktion