Volksbank Kassel Göttingen schließt Jahr über Erwartungen ab
Der Vorstand der Volksbank Kassel Göttingen ist zufrieden mit der Bilanz: Hans-Christian Reuß, Volker Stern, Martin Schmitt (Vorsitzender) und Wolfgang Osse (v.l.).

Volksbank Kassel Göttingen schließt Jahr über Erwartungen ab

Die Volksbank Kassel Göttingen hat das Geschäftsjahr 2019 mit einem Betriebsergebnis von 23 Millionen Euro abgeschlossen, das über den ursprünglichen Erwartungen lag. „Mit dem Gesamtergebnis der Bank sind wir sehr zufrieden“, teilte der Vorstandsvorsitzende Martin Schmitt in einer Pressemitteilung zur Bilanzpressekonferenz am Donnerstag mit.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr habe die Genossenschaftsbank überzeugende Ergebnisse geliefert, so Schmitt. Die Bilanzsumme erhöhte sich um 1,3 Prozent auf 2,85 Milliarden Euro. „Getragen wird das Ergebnis durch ein von Vertrauen geprägtes Kundengeschäft“, so Schmitt. So habe das Finanzinstitut seine Aktivitäten im gesamten Geschäftsgebiet weiter ausbauen können, sowohl bei der Vermögensberatung als auch im Kreditbereich. Nach Abzug von Steuern, der Dotierung von Rücklagen und Reserven weise die Bank mit 3,5 Millionen einen „erfreulichen Jahresabschluss auf Vorjahreshöhe aus“. Zudem solle den Mitgliedern Mitte Juni eine „vor dem Markthintergrund attraktive“ Dividende in Höhe von zwei Prozent ausgezahlt werden. Dem müsse die Vertreterversammlung noch zustimmen.

Kredite knüpfen an Rekordwerte an

Das Zinsergebnis habe sich „aufgrund der allgemeinen Zinssituation“ auf 1,82 Prozent der Bilanzsumme reduziert. Im Gegenzug seien Geschäftsvolumen und Provisionsergebnis gestiegen. Letzteres erhöhte sich auf 21,7 Millionen Euro. Die Aufwendungen für den Geschäftsbetrieb seien um 1,4 Prozent auf 52,3 Millionen angestiegen. Im Kreditgeschäft habe die Volksbank „nahtlos an die Rekordwerte der Vorjahre“ angeknüpft, so Schmitt. Insgesamt verzeichnete dieser Zweig ein Wachstum von 44 Millionen Euro auf 1,68 Milliarden. „Diese Ergebnisse entsprechen der grundsoliden Aufstellung des Finanzinstituts.“

Wertpapiere sind gefragt

Einen Aufschwung habe das Wertpapiergeschäft erfahren. So seien im Jahr 2019 über alle Formen der Geldanlage hinweg 171 Millionen Euro Kundengelder zugeflossen – „ganz überwiegend aus dem Wertpapiergeschäft“. Dies zeige, dass es den Volksbank-Beratern gelinge, zu vermitteln, dass „es Zeit wird, bei der Geldanlage neue Wege zu gehen“.
Die neugegründete Tochter, die Volksbank Immobilien GmbH Kassel Göttingen, runde die Dienstleistungen für Immobilieninhaber über das vorhandene Vermittlungsgeschäft hinaus weiter ab. Die Gesellschaft kümmert sich um den Werterhalt und das kaufmännische Management von Kundenimmobilien.

Unterstützung für Start-ups

Zudem unterstützen die Geldinstitute aus Kassel und Göttingen gemeinsam mit einigen anderen Volksbanken Start-up-Unternehmen in der Region. Dafür habe das Kreditinstitut einen „Beteiligungsfonds aus der Taufe gehoben“, erläuterte Schmitt. Das Ziel dieses Fonds sei es, technologieorientierten Start-ups, die nach der Gründungsphase in ihr Wachstum investieren wollen, „den Weg zu Risikokapital zu ebnen“. In einem ersten Schritt würden dafür 32 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Außerdem habe die Genossenschaftsbank im gesamten Geschäftsgebiet eine Vielzahl von regionalen Einrichtungen, Initiativen und Veranstaltungen unterstützt. Mit rund 500 000 Euro habe die Volksbank im Jahr 2019 Projekte in den Bereichen Kunst, Kultur, Wissenschaft und Sport gefördert.

„Wir werden unsere Bank zukunftsorientiert weiterentwickeln. Dabei dürfen unsere Mitglieder und Kunden sicher sein, dass wir mit Blick auf das Ganze ebenso besonnen wie konsequent handeln“, resümierte Schmitt. Die Volksbank sei und bleibe ein „verlässlicher und stabiler Finanzpartner.“

Authored by: Blick Redaktion