Corona legt Jugendparlament Göttingen auf Eis
Wahlkampf für das Jugendparlament: die Kandidatinnen und Kandidaten präsentieren im Ratssaal des Neuen Rathauses ihre jugendpolitischen Ziele.

Corona legt Jugendparlament Göttingen auf Eis

Das Göttinger Jugendparlament liegt auf Eis, ehe es überhaupt gefunden wurde. Die Corona-Pandemie hat die Wahlen dazu vorerst gestoppt.

Zwar habe die Wahl zum Jugendparlament wie geplant starten können, erläutert Verwaltungssprecher Dominik Kimyon. Nach drei Tagen habe sie aber aufgrund der Umstände  unterbrochen werden müssen – Schulen in Göttingen bleiben vorerst geschlossen.Wahl soll 
fortgesetzt werden

„Einige Schulen haben bereits alle Wahlberechtigten ihrer Schule wählen lassen können, andere noch nicht. Wir stehen im Kontakt mit den Schulen, um festzustellen, welche noch weitere Wahltage benötigen werden“, sagt Kimyon. Begonnen hatten die Wahlen am Mittwoch vorvergangener Woche, enden sollten sie eine Woche später. 

Kimyon beschreibt nun das weitere Vorgehen der Stadtverwaltung: „Unser Plan ist, nach der Öffnung der Schulen die drei fehlenden Wahltage anzuhängen und die Wahl fortzusetzen. Für niemanden entstehen dadurch Nachteile.“ Damit könne ein Jugendparlament zu einem späteren Zeitpunkt zusammentreten.Bislang eine gute 
Wahlbeteiligung 

Noch gebe es keine Daten zur Wahlbeteiligung geben, erst frühestens nach dem Abschluss der Wahl, so Kimyon. Nach Einschätzung von Kerstin Jäger-Hartmann, Leiterin der Geschäftsstelle des Jugendparlamentes, sei die Wahlbeteiligung an den ersten drei Tagen „gut“ gewesen. Daher sollten die bisher abgegebenen Stimmen auch behalten werden. 

31 Sitze soll das neue Göttinger Jugendparlament haben. Darum haben sich 44 junge Menschen. Wählen und gewählt werden können Jugendliche, die in der Stadt Göttingen wohnen und/oder eine weiterführende Schule oder andere Bildungseinrichtung besuchen oder in der Stadt eine Ausbildung absolvieren und am Wahltag zwischen 13 und 17 Jahre alt sind. Jugendliche unter 13 Jahre können nach Interessensbekundung ebenfalls wählen, aber nicht gewählt werden.

Im Dezember 2018 hatte der Rat der Stadt beschlossen, erstmals in Göttingen ein Jugendparlament wählen zu lassen. Jäger-Hartmann wurde als neue Mitarbeiterin in der Verwaltung dafür eingestellt. Sie soll die Wahl des Jugendparlamentes organisieren und das Gremium betreuen. Das Parlament erhält ein Budget in Höhe von 10 000 Euro pro Jahr.

Authored by: Blick Redaktion